Aktuelles

Oktober / November die Sonne tritt in das Zeichen Skorpion

“Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“                                                                   (Hebräer 13)

Vom 23. Oktober bis zum 21. November leben wir in der Skorpion-Energie. Suchten die Lebensenergien in den vergangenen Monaten Beständigkeit in den verschiedensten Formen und Gestalten, so bescheren uns die gleichen Kräfte im Zeichen Skorpion die letzten "Dinge": die Vergänglichkeit und das Sterben. Sie zerstören in  uns die Illusion von  Ewigkeit, ewiger Jugend und Sicherheit. Alles was wir uns mühsam aufgebaut haben, der Besitz den wir angesammelt haben; alle Vorstellungen und Denkgebäude, unsere selbstherrliche Vernunft; alle  unsere Bestrebungen das Leben in den Griff zu bekommen: all dies gerät durch die Skorpion-Energie ins Wanken.

“Ich hab´ ein Rendezvous mit dem Tod,
An einer Grenze, um die wir ringen,
Wenn Frühlingstage Schatten bringen,
Die Luft vom Duft der Apfelblüten schwer.
Ich hab´ ein Rendezvous mit dem Tod,
Zur sonnigen Frühlingstage Wiederkehr."

(Alan Seeger 1888 – 1916)


September / Oktober die Sonne tritt in das Zeichen Waage

“Dank sage ich der Erde,
weil sie mich erwartet hatte,
zur Stunde, da Himmel und Weltenmeer
wie zwei Lippen sich vereinen,
denn es ist nicht wenig, nicht wahr? Gelebt zu haben…“
                                               Pablo Neruda (1904 – 1973)


Vom 23. September bis zum 22. Oktober leben wir in der Waage-Energie.  

Der Sommer hat sich nun endgültig verabschiedet und die Natur verändert sich. Zwar zeigt sich das Laub bunt und voller Wärme, die Bäume bieten noch einmal alles auf… Doch schon der nächste Windstoß kann die ganze Farbenpracht hinweg fegen. In der Waage-Zeit erleben wir die Vorboten der Endlichkeit. Wie können wir den Moment festhalten?
Die Gewissheit des Vergänglichen öffnet uns für das was nicht unbedingt notwendig ist, was nicht nur nützlich ist sondern dem Wohlgefühl, dem Ausgestalten des Daseins dient. Wir suchen einen Ausgleich für den Abschied, der in der Natur spürbar ist. Dazu zählt alles was den harmonischen Umgang mit den Dingen und den Mitmenschen ermöglicht. Die Kunst und die Ästhetik können u. a. dazu beitragen. Es ist jetzt die Zeit des kultivierten Geschmacks, der gepflegten Gespräche, des Flirtens, der Suche nach Gemeinsamkeit und Partnerschaft. Wir sehnen uns nach der Schwerelosigkeit des Lebens und erfahren diese unter anderem im Tanz.