Aktuelles

November / Dezember die Sonne tritt in das Zeichen Schütze

Vom 22. November bis zum 22. Dezember leben wir in der Schütze-Energie.

Haben sich die Lebensenergien in der zurückliegenden Skorpion-Zeit auf den tiefsten Grund der Seele zurückgezogen, so treiben sie uns jetzt zum Aufbruch an. Wir wollen „das Alte und die Enge“ hinter uns lassen. Wir spüren eine Begeisterung für das Leben, wir wollen unterwegs sein, mit raumgreifenden Schritten oder am liebsten auf einem Pferd einem abgeschossenen Pfeil (einer Vision von einem besseren Leben) folgend.

Mit der Kraft der geistigen Vorstellung können wir uns aus der Finsternis - aus der vermeintlichen Ausweglosigkeit - befreien und uns aufmachen „zu neuen Ufern“. Das Lebensgefühl der Schütze-Zeit ist der weite Raum, das Unterwegssein. Wir sind getragen von einer Hoffnung die uns beflügelt. Wir wollen das Leben besser verstehen und suchen es im Abenteuer, in der Ferne, in der Philosophie und in den Religionen.


Oktober / November die Sonne tritt in das Zeichen Skorpion

Vom 23. Oktober bis zum 21. November leben wir in der Skorpion-Energie.

In den vergangenen Monaten waren die Lebensenergien auf die Beständigkeit und die Vielfalt der Materie in den verschiedensten Formen ausgerichtet. Doch jetzt, im Zeichen des Skorpions, bescheren uns die gleichen Kräfte die Vergänglichkeit und das Sterben. Sie zerstören die Illusion von ewigen Dasein und einer Sicherheit, die uns die Materie schenken könnte. Alles was wir uns mühsam aufgebaut haben, die ach so logische Vernunft, unsere Bestrebungen das Leben funktionell in den Griff zu bekommen… das alles gerät ins Wanken.

“Ich hab´ ein Rendezvous mit dem Tod,
An einer Grenze, um die wir ringen,
Wenn Frühlingstage Schatten bringen,
Die Luft vom Duft der Apfelblüten schwer.
Ich hab´ ein Rendezvous mit dem Tod,
Zur sonnigen Frühlingstage Wiederkehr.

Vielleicht nimmt er mich bei der Hand
und führt mich in sein dunkles Land.
Meine Augen verschlossen, mein Atem in Not.
Vielleicht geh ich still an ihm entlang.
Ich hab´ ein Rendezvous mit dem Tod
An eines zerklüfteten Hügels furchigem Hang,
Wenn der Frühling wiederkehrt
Und erste Wiesenblumen beschert.

Gott weiß, schöner wäre es, ich darf
gebettet auf Seide ruhn, die duftende Daunen hat.
Wo die Liebe wird zu seligem Schlaf, Herzschlag an Herzschlag,
Atem an Atemganz dicht,
wo leises Erwachen Glück verheißt.#

Doch der Tod wartet auf mich
um Mitternacht, in einer flammenden Stadt,
Wenn der Frühling gen Norden reist.
Was ich mir schwor, das halte ich –
Mein Rendezvous vergess´ ich nicht.“

               Alan Seeger (1888 – 1916)